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Ihren Namen trägt sie zu Unrecht, meine kleine Trauerbirke (Betula pendula Youngii) vor dem Haus, die in den letzten Wochen ihr braunes Winterkleid gegen ein sattes Frühlingsgrün eingetauscht hat. Die wärmenden Strahlen der Sonne verleihen den Blättern ein unbeschreibliches Leuchten. Diese spezielle Form der Sand- oder Hängebirke mit ihren tief nach unten hängenden Trieben setzt in Vorgärten oder Rasenflächen interessante Akzente. Sie ist anspruchslos, kälte- und trockenresistent und kommt mit sonnigen bzw. halbschattigen Standorten gut zurecht.

In den gemäßigten und kühlen Zonen der Nordhalbkugel werden ca. 40 verschiedene Birkenarten unterschieden. Am häufigsten stoßen wir dabei auf die Hängebirke (Betula pendula). Aufgrund ihrer diuretisch wirkenden Blätter wurde sie in der alten Volksheilkunde zum Nierenbaum deklariert. Jeder moderne Zeitgenosse tut nach wie vor gut daran, sich der ersten frischen Blättchen zu bedienen und so die angesammelten Altlasten des Winters auf natürliche Weise loszuwerden. Wer Birkenblätter in der Natur sammelt, sollte mit Sensibilität und dem entsprechenden Respekt vorgehen und sich gegebenenfalls auf eine kleine Menge  beschränken. Das Anbohren des Stammes für die Gewinnung des leicht trüben Birkenwassers ist nur im eigenen Garten gestattet und für heuer bereits zu spät. Ein Teeaufguss aus Birkenblättern regt die Nieren auf sanfte Weise an, ohne sie zu überreizen.Er fördert den Stoffwechsel und entfernt im Rahmen einer Durchspülung krankmachende Bakterien aus den Harnwegen. Rheuma- und gichtgeplagte Menschen können vom  entzündungshemmenden Effekt dieser Blattmedizin profitieren. Als eine dem Mond  und der Venus zugeordnete Pflanze nimmt die Birke Einfluss auf unsere Lymphe und somit auf die Entgiftung des Körpers. Als sinnvolle Dosis sind 2-3 Tassen Tee täglich für höchstens 3 Wochen angezeigt. Die Zubereitung erfolgt mit 1 TL getrockneter Blattdroge oder 5 frischen Blättchen auf ¼ l heißes Wasser. Die Ziehzeit beträgt 10 Minuten. Wer infolge eingeschränkter Herz- oder Nierentätigkeit an Wasseransammlungen im Körper leidet, sollte generell auf harntreibende Tees wie Schachtelhalm, Brennnessel, Goldrute, Hauhechel oder Birke verzichten.

Birkenblätter liefern eine kostengünstige Schönheitspflege und erhöhen die Strahlkraft der Haut. Mit der geeigneten Diät helfen sie mit, überschüssige Pfunde loszuwerden. Dem Birkenöl einer bekannten Firma für Naturkosmetik werden dermatologisch wirksame Substanzen zum Straffen und Glätten der gefürchteten Orangenhaut nachgewiesen. Wer es kostengünstiger mag, kann sich einen Ölauszug aus Blättern von Birke und Rosmarin zubereiten und diesen mit einer Auswahl von entsprechend wirksamen ätherischen Ölen wie Zeder, Zypresse, Orange, Rosmarin, Wacholder… bereichern. Für 100ml Ölauszug sollten nicht mehr als 20 Tropfen der vorgeschlagenen Essenzen eingesetzt werden.

In der jüngeren Vergangenheit wird zunehmend auf die positive Wirkung von Knospenauszügen verwiesen. Diese so genannte Gemmotherapie verwendet Extrakte, die aus pflanzlichem Embryonalgewebe unter Zuhilfenahme von Alkohol und Glycerin hergestellt werden. Die Birke als Symbol von Jugend, Beweglichkeit und Frische soll demzufolge entgiftend und erneuernd wirken und somit der Frühjahrsmüdigkeit oder schmerzhaften Gelenkbeschwerden den Garaus machen. In Verbindung mit den Knospen der Schwarzen Johannisbeere können entsprechende Mazerate einen positiven Einfluss auf die Stärkung des Immunsystems haben und Pollenallergikern spürbare Hilfe bringen.

Gemmoauszüge sind auf Nachfrage im Fachhandel erhältlich, können aber auch selbst angesetzt werden. Hierfür wird 1g der entsprechenden Knospenart klein gehackt, mit je 10ml Glycerin und Alkohol in einem dunklen Fläschchen an einem warmen Ort für 3 Wochen angesetzt und täglich verschüttelt. Anschließend die Pflanzenteile abseihen und diese Grundlösung mit weiteren 90ml Glycerin bzw. 90ml Alkohol vermischen. In ein, mit Sprühkopf versehenes braunen Fläschchen umschütten und morgens, mittags und abends je einen Sprühstoß einnehmen.

Die Wanderung im Frühlingstal beseitigt jeden Zweifel: Mit einem Meer an Frühlingsknotenblumen feiert der Frühling eine würdevolle Wiederkehr. Zwar zaghaft noch, aber unaufhaltsam. Daran ist nicht zu rütteln, auch wenn sich die Leberblümchen heuer ausnahmsweise viel Zeit lassen. Wärmende Sonnenstrahlen schicken erste, besonders pflichtbewusste Bienen auf die Reise, um nach Pollen und Nektar Ausschau zu halten. Die Blütenkätzchen der Haselstauden bieten ja schon reichlich Futter, Erika und Palmkätzchen ebenfalls.

Und endlich ist auch er wieder da: der Löwenzahn! Schon seit einer Woche kommt er bei mir tagtäglich als Salat auf den Tisch und das Sammeln ist für mich reinste Meditation. Da kann ich meinen Gedanken an der frischen Luft viel Raum lassen und mich wie ein Kind freuen, wenn ich ein größeres Exemplar entdecke. Beim Stechen achte ich sorgsam darauf, dass ich ein großes Stück Wurzel mitnehme. Diese ist besonders reich an Inhaltsstoffen und schmeckt kleingehackt nussig und knackig zugleich.

Eine entschlackende Löwenzahn Frühlingskur macht fit und spürbar vital. Neben dem Salat, den ich mit Zwiebeln, Sonnenblumenkernen, Essig und Öl zubereite, setze ich aus den Wurzeln eine Tinktur an. Dazu verwende ich einen hochgradigen Alkohol um die 90 Grad. Die zellbelebende, blutbildende, harntreibende und verdauungsfördernde Eigenschaft der Wurzel ist uns nach dem langen Winter herzlich willkommen. Von der Tinktur werden 2 Mal täglich 12 Tropfen in einem Glas Wasser eingenommen. Für die mildere Variante können gesäuberte Wurzelstücke in kleine Stücke gehackt und getrocknet werden. Der Knabberspaß macht der sprichwörtlichen Laus auf der Leber das Leben schwer. Wer missmutig oder antriebsschwach ist, kann durch die Bitterstoffe des Löwenzahns zu neuer Hochform auflaufen. Rheumatische Schmerzen erfahren durch den Abbau von Harnsäure ebenfalls eine spürbare Linderung.

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KURSANKÜNDIGUNG: Alles, was Frau gut tut   
am 8.März um 15 Uhr in der Gärtnerei Platter/Eppan (Anmeldung unter 0471 662 484 erforderlich)

Die Natur hält spezielle Kräuter bereit, die im Frauenleben hilfreich und bei verschiedenen Beschwerden gut einsetzbar sind. Doch Pflanzen sind nicht nur sanfte Heilmittel, sondern bieten auch die Basis für köstliche Gerichte, für kometische Anwendungen und für kreative Ideen.

Lassen Sie sich überraschen!

Warum sich nicht über die Rosen
am Dornenstrauch freuen,
anstatt nur über die Dornen
am Rosenstrauch zu jammern?

Was liegt näher, als sich am Valentinstag Rosen zu schenken? Ihre Sprache der Liebe wird auf der ganzen Welt verstanden. Und damit die Zeichensprache nicht nur eingleisig fährt, können wir unseren Liebsten im Gegenzug mit ein paar „rosigen“ Leckereien verwöhnen.

Wer auf Rosenduft steht, sollte auch unbedingt das Rezept für eine pflegende Hautcreme ausprobieren. Denn die Königin der Blumen wirkt dabei nicht nur auf das limbische System, das uns Wohlbefinden, Harmonie und Ruhe vermittelt, sondern schenkt besonders der nicht mehr ganz so jungen Haut die nötige Pflege und Feuchtigkeit.

Rosen- Liebeszauber
5oo ml Naturjoghurt
250 g Erdbeeren
3 duftende Rosenblüten
etwas Wasser
1 Essl. Akazienhonig
1 Banane
Rosenblüten waschen

Joghurt in Dessertschüsseln aufteilen. Die Hälfte der Erdbeeren klein schneiden, im Joghurt leicht verrühren.
Rosenblüten mit ein wenig Wasser und dem Honig pürieren, die restlichen Erdbeeren mixen, mit dem Rosenblütenbrei mischen. Das Joghurt mit Bananenscheiben und Rosenblüten garnieren, den Erdbeer-Rosenbrei darüber gießen.

Energiebälle mit Rosenduft
1,5 Tassen Haselnüsse und Datteln, 1Tasse Feigen und Rosinen, 1TL Johannisbrotpulver,
3 EL Rosenwasser, 1EL Honig, eine unbehandelte Zitrone, 1Tasse Sesam

Datteln, Feigen und Rosinen durch den Fleischwolf drehen, alle anderen Zutaten untermischen, auch Zitronensaft und Zitronenschale. Bällchen formen und in Sesam wälzen.

Hagebutten-Likör
200g gewaschene, von Blüten und Stängel befreite Früchte mit 100g Kandis und 750 ml Korn (32%) in eine Flasche füllen. Drei Monate an einem warmen, schattigen Ort ziehen lassen und zwischenzeitlich immer wieder verschütteln.

Rosen-Gesichtscreme
10g Lanolinanhydrid
5g Wachs
40g Rosenöl: Duftrosen aus dem Garten werden in Mandelöl ausgezogen oder man verwendet Weleda – Wildrosenöl (blaue Flasche, Bioladen)
40g Rosenwasser
Evt. 2 Tropfen Rosengeranie bei Hautproblemen aller Art

Lanolin und Wachs schmelzen, Rosenöl dazugeben, alles miteinander erwärmen. Dann das, auf die gleiche Temperatur gebrachte Rosenwasser tröpfchenweise unterrühren und so lange rühren, bis eine cremige Konsistenz entsteht. In Tiegel abfüllen und offen auskühlen lassen.
Rosenöl steigert die Schnelligkeit des Geistes und fördert die Konzentration. Es wirkt regulierend auf Herz und Gefäßsystem, hat krampflösende und stimmungsaufhellende Eigenschaften. In der Kosmetik wirkt es erweichend, feuchtigkeitsspendend, anregend, straffend und desinfizierend und ist besonders für die Altershaut geeignet.

Wer mehr über Naturkosmetik erfahren und einige Produkte auch selbst zubereiten möchte, findet dazu Gelegenheit am 25. Februar 2017 von 9.00Uhr bis 13.00 Uhr im Kolpinghaus Bozen
Anmeldung: Katholisches Bildungswerk Tel.nr.: 0471/306209

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